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November 03, 2016

T+19 KENZO X H&M

KENZO x H&M


Liebe Leute,

Wie bereits in den vergangenen Jahren kollaborierte H&M auch heuer wieder mit einem Gastdesigner um Designermode zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können. Im Jahr 2016 entschied man sich also zu einer Kollaboration mit dem Pariser Modehaus Kenzo. Seit 2011 leiten Carol Lim und Humberto die Kreativabteilung des Unternehmens. Sie versuchten die Markentypischen Prints, in einer 113 Teile umfassenden Kollektion, für die Masse zugänglich zu machen, ohne dabei den Kenzo-Flair zu verlieren. Heute, am 03. November 2016 startete um 09:00 Uhr der offizielle Verkauf in 4 ausgewählten Stores in Österreich. Ich hatte das Privileg bereits gestern, beim VIP Pre-Shopping, in der Mariahilfer-Straße dabei sein zu dürfen!





Seit die gesamte Kollektion veröffentlicht wurde, habe ich schon ein einer kleinen Wishlist gearbeitet, also an einer Liste mit den Teilen die ich am allerliebsten haben möchte. Ich finde dass das einfach zu jeder H&M Kollaboration dazu gehört, da man sich in den meisten Fällen ja doch schon seit geraumer Zeit darauf freut. Nun aber kurz zum Ablauf der Veranstaltung und meinen Eindrücken.






Beginn war um 19:30 Uhr, allerdings stellte ich mich schon etwa einer Stunde früher mit meiner Begleitung an. Wir bekamen ein kleines Bändchen und kurze Zeit später durften wir auch schon hinein in’s Shopping-Paradies. Schnell suchten wir uns den Weg in die Herren-Abteilung welche sich im ersten Stock befindet und ran an die Kleiderstangen. Schon nach kurzer Zeit hatten wir alle Wunschstücke beisammen und obwohl sich schon alle Geladenen Gäste im Geschäft befanden verlief alles ungewöhnlich stressfrei. Schon bevor wir den H&M betraten, welcher Außen wie auch Innen wirklich toll dekoriert war, begannen DJ’s tolle House-Musik aufzulegen. Um das Ambiente abzurunden gab es auch diverse Drinks, unter anderem ein japanisches Bier. Auch Frühlingsrollen, welche wirklich köstlich mit Tofu oder Garnelen gefüllt waren, wurden verteilt. Auch eine tolle Geste fand ich die vielen Sofortbild-Fotos, welche gemacht wurden und die Live-Performance der Rapper war auch ausgesprochen gut! Leider mussten wir danach auch schon bald die Heimreise nach Graz antreten, aber wir sind heilfroh einen wirklich tollen Abend, mit vielen tollen Menschen in einem super tollen Ambiente verbracht zu haben und freuen uns schon auf das nächste Mal!











Habt ihr euch Stücke der Kollektion gekauft, bzw. habt ihr alle Teile die ihr wolltet bekommen? Finden wir auch jemanden, dem die Kollektion gar nicht gefallen hat?

Am Wochenende werde ich dann einen ersten Post mit den geshoppten Teilen schreiben. Bis dahin wünsch’ ich euch wie immer nur das Beste.

Alles Liebe.




                                       

Juli 05, 2016

T+18 FESTIVALSUMMER 2016 - Essentials

Leute, es geht wieder los!


Endlich ist es wieder soweit; nach gefühlten 10 Jahren Winter stehen nun endlich wieder Festivals an, die für mich der Inbegriff des Sommers sind. Also ein Sommer ohne Festivals ist für mich wie Autos ohne Reifen oder Fußball ohne Ball – kurz gesagt: undenkbar. Die ausgelassene Atmosphäre, tolle Menschen, gutes Wetter und feinste Musik machen Festivals in meinen Augen zu den Highlights des Jahres. Heuer stehen bei mir vorerst 3 Festivals an: Electric Love Festival, Tomorrowland und Lake Festival. Da Electric Love schon in 3 Tagen beginnt habe ich mich dazu einschlossen noch schnell die Essentials die ihr unbedingt auf ein Festival mitnehmen müsst aufzuschreiben. Es kommt natürlich immer darauf an, welcher Festival-Typ ihr seid, da gibt es ja auch schon tausende Unterschiede. Da wäre z.B. der „Auffallen-um-jeden-Preis“-Typ. Diese Laufen mit eigenartigen Kostümen durch die Gegend, machen die ganze Nacht über am Campingplatz lärm und ganz egal wie groß das Festival auch sein mag, man findet sie immer wieder. Dann wäre da noch der „Chaot“ – dieser vergisst nicht nur Essen und Getränke zu Hause, sondern auch gleich die Zeltstangen oder frische Unterwäsche. Oder der „Neuling“ – jeder von uns der zum ersten Mal ein Festival betritt war es und trotzdem kann man sich herzlich ober Neulinge amüsieren, wenn diese z.B. nicht wissen was ein Hering ist (Nein, nicht der Fisch, sondern die Metallhaken die in einer stürmischen Nacht deine Versicherung nicht obdachlos zu werden, sind) und unterschätzen die Wichtigkeit von Sonnencreme an schönen Festivaltagen sowie die Funktion eines Gummistiefels. ABER es sei ihnen verziehen, wir alle haben einmal klein Angefangen. Ganz im Gegensatz dazu gibt es den „Vollprofi“ – er hat nicht nur alles dabei was man auf einem Festival benötigt, nein, er hat sogar selbstgemachte Aufstriche mit viel Fett und Nährstoffen dabei, damit er so wenig Zeit wie möglich mit Essen verbringen muss, sondern viel mehr Zeit zum Abgehen hat. Da diese Aufstriche aber meistens aus Schweinefett und Fleisch bestehen, freut sich eine weitere Festivalgruppe ganz und gar nicht über solche Essgewohnheiten nämlich der „Öko-Hippie-Veganer“-Typ. Diese verkleiden sich wie Hippies und wie der Name schon sagt muss alles Fairtrade, vegan, kompostierbar und organic sein. Nicht dass das schlecht wäre, ganz im Gegenteil, man möchte auf einem Festival nur nicht die ganze Zeit darauf hingewiesen werden, dass das Gegenüber Veganer ist bzw. man selbst ständig sündigt und ganz zum Schluss noch der „Stylist“ – egal welches Wetter, egal welche Zeit und egal wie lange schon durchgetanzt wird, der Stylist sieht immer perfekt aus. Egal ob Haare, Make-Up oder das Outfit, alles passt perfekt zusammen, sitzt, wackelt und hat Luft. Genug aber zu den Festivaltypen und auf zur Essential-List:

1.)    Tickets und Ausweise - Vergesst ihr die zu Hause – Gott bewahre! Ich möchte dann wirklich nicht in eurer Haut stecken!

2.)     Zelt, Schlafsack, Campingsessel - inklusive aller dazugehörigen Stangen, Planen und anderen Elementen da man sonst in der ersten Nacht schon ziemlich schnell die Freude am Festival verlieren kann, wenn man unter einen Trümmerhaufen schlafen muss.

3.)    Handy + Akkupack - Ihr habt zwar meistens keinen Empfang aber im Ernstfall ist es die einzige Möglichkeit eure/n verschollene/n Freund/in wieder zu finden! Außerdem könnt ihr das Handy als Taschenlampe benutzen, sei es um den Weg zu den WC’s zu finden oder um euch nachts den schier endlosen Weg zu eurem Zelt durch einen ganzen Wald aus Zelten zu bahnen. Tipp: Solltet ihr noch ein altes Nokia herumliegen haben, dann aktiviert es und kauft euch eine Prepaid-Sim dazu. Der Akku hält locker 2 Wochen und falls es verloren gehen sollte, ist es nicht ganz so schmerzlich wie ein neues iPhone 6s Plus.

4.)    Essen und Getränke - Macht es einfach wie jeder „normale“ Festivalbesucher und bringt Dosenfutter. Grillen ist auf vielen Festivals verboten und da man im Normalfall sowieso keine gute Kühlmöglichkeit hat, versuch bitte erst gar nicht die feinste Haute Cuisine mitzubringen. Bzgl. Der Getränke: Ihr seid nur ein paar Tage dort, also finde ich es etwas Sinnlos pro Person 4 Lagen Bier mitzunehmen (96 Dosen / 48L) da ihr sowieo nicht so viel trinken könnt, es aber eine wahnsinnige und nervige Schlepperei ist. Das einzige positive an der Tatsache zu viel (alkoholische) Getränke mit zu haben ist es, dass z.B. Bier als zweites Zahlungsmittel verwendet werden kann. Für genug Bier, könnt ihr alles haben!

5.)    Dosenöffner - Es ist toll, wenn ihr viele verschiedene Gerichte aus der Dose mithabt aber es nicht aufbekommt. Im Notfall hilft aber ein Tauschgeschäft gegen Bier!

6.)    Zigartetten - Wenn ihr schon den Fehler macht und raucht, dann nehmt genug Zigaretten mit! Warum: Zigaretten auf einem Festival sind teuer und es gibt vermutlich eure Lieblingssorte nicht! Außerdem werden Zigaretten gegen 04:00 Uhr Früh Mangelware und sind wiederum gegen alles Mögliche tauschbar

7.)    Kleidung! - Ja auch diese wird vergessen! Denkt bitte einfach daran euch frische Unterwäsche mitzunehmen aus rein hygienischen Gründen! Sollte aber für jeden klar sein. Denkt auch an mehrere Paar Socken, nicht nur, weil diese unangenehm riechen können, sondern weil es absolut nicht lustig ist, auf einem verregneten Festival nasse Füße zu haben! Deshalb wären auch Gummistiefel von Vorteil bzw. sind Gummistiefel ein Essential für sich! Denkt auch an Kleidung für alle Wetterlagen. Ein Vorteil ist es, wenn man sich im Vorhinein den Wetterbericht ansieht!

8.)    Hygieneartikel - Klopapier! Ja, es muss sofort als erstes erwähnt werden, da die anderen Dinge wie Deo, Duschgel, Zahnpasta, Zahnbürste und Tampons eigentlich nicht erwähnt werden müssen, da Diese einfach absolute Standards sind! Warum Klopapier? Nehmt es einfach mit und einen Desinfektionsspray!  

9.)    Sonnencreme - Sollte tatsächlich gutes Wetter herrschen werdet ihr euch wie sie glücklichsten Menschen der Welt fühlen wenn ihr sie dabei habt, da es absolut keinen Spaß macht mit einem aufgebrannten Rücken in der Sonne weiter zu tanzen! – es tut mir schon beim Schreiben weh!

10.) Verhütungsmittel - Leute lest mir jetzt genau zu: KEIN SEX AUF FESTIVALS! Wir stellen uns vor: 3 Tag Festival, euer Gegenüber ungefähr gleich lang dauerbetrunken, keine Dusche, keine frische Unterwäsche, (Krankheiten!?) usw.- WOLLT IHR NICHT, NEIN! NEIN! NEIN! NEIN! – NIEMALS! Solltet ihr es aber doch riskieren wollen (wovon ich noch einmal klar abraten möchte) habt bitte Kondome mit!

11.) OPTIONAL - Solltet ihr doch der „Auffallen-um-jeden-Preis“-Typ sein, dann seid kreativ und bastelt euch selbst etwas, oder macht es wie die anderen. Verkleidet euch, bringt Gadgets wie z.B. Biertrichter, aufblasbare Sex-Puppen, Penispumpen, Unterhöschen aus Süßigkeiten und keine Ahnung was alles mit!

12.)  Gute Laune! – der letzte und absolut wichtigste Punkt überhaupt! Seit gut drauf und lasst euch von nichts und niemandem die Laune verderben. Feiert bis zum Umfallen, den schlafen können wir später!

Copyright by: Jennifer Czyborra

Ich wünsche euch einen super Festival-Sommer 2016,

Alles Liebe!


P.S.: bezüglich Drogen möchte ich auf die Hausregeln von Electric-Love verweisen:

"Solltet ihr allen Ernstes auf die Idee kommen, illegale Drogen ausprobieren zu wollen, lasst euch gesagt sein, dass ein Festivalgelände ein denkbar schlechter Ort dafür ist - das Festivalwochenende an sich ist schon surreal genug. Das Beschaffen und Konsumieren von Drogen auf dem Festivalgelände ist nicht nur illegal, sondern auch hochgradig dumm und gefährlich.“

Juni 16, 2016

T+17 Astana, Kasachstan



Liebe Leute! 


Zu Beginn möchte ich mich einmal herzlich bei euch entschuldigen, dass ich so lange keinen Post mehr verfasst habe. In Astana hatte ich dann aber doch recht viel Stress bzw. war die ganze Zeit irgendwo unterwegs, sodass ich dort nicht mehr zum Schreiben kam und als ich dann endlich zu Hause war, musste ich mir erst einmal eine Auszeit nehmen. Von Allem. Ich war dann ja im Endeffekt fast 4 Wochen in Kasachstan. Jedenfalls möchte ich euch heute Astana genauer vorstellen.


Prinzipiell würde man Kasachstan als eine Diktatur bezeichnen, da das Land es nicht geschafft hat auf einen normalen Weg in eine Demokratie zu kommen. Jetzt regiert der Präsident, Nursulatan Nasarbajew, schon mehr als 20 Jahre in Kasachstan, also ähnlich wie Vladimir Putin in Russland. Nasarbajew war aber auch der Hauptgrund warum a.) Astana die Hauptstadt wurde und b.) Kasachstan Milliarden durch Öl- und Gasexporte einnimmt. Kasachstan ist einer der größten Öl- und Gasexporteure der Welt. Nasarbajew machte Astana 1997 zur Hauptstadt Kasachstans und baute sich seine eigene „Traumstadt“. Das bedeutet, dass es in Astana weder Altstadt noch Kultur gibt, denn alle wichtigen Gebäude wurden nach 1997 errichtet und sind daher recht neu. Grundsätzlich wirkt Astana wie eine Insel in der Steppe. Wenn man sich Astana mit dem Auto näher sieht man zuerst nur Steppe und dahinter beginnen Hochhäuser wie Gras aus der Wiese zu sprießen. Und es wird immer noch weiter gebaut. Nächstes Jahr wird in Astana die EXPO, eine der größten Messen der Welt veranstaltet und auch für diese Messe wird fleißig gebaut um sich als das moderne und aufstrebende Land präsentieren zu können, welches man gerne sein würde. Um die bitter Armut am Land, welche ich erleben durfte kümmert sich hier scheinbar niemand. Ich möchte euch jetzt ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen und ein bisschen von deren Hintergrund bzw. deren Geschichte berichte. 



Bajterek-Turm


„Einst, so erzählt man sich in Kasachstan, hat der Wundervogel Samruk ein goldenes Ei gelegt. Darin all die Wünsche, all die Träume der Menschen. Träume die unerfüllt blieben, weil der Vogel das Ei in die Wipfel des Lebensbaumes legte“ Diese Sage, oder dieses Märchen wird im Bajterek-Turm repräsentiert. Die goldene Kuppel ist das Ei des Samruks und die weiße Stahlkonstruktion der Lebensbaum. Entworfen wurde dieser Turm angeblich von Präsident Nasarbajew höchst persönlich. Man kann mit einem Lift in die goldene Kuppel fahren. Dort befindet sich ein in Messing gegossener Handabdruck des Präsidenten. Jeder der dem Präsidenten nah sein möchte, kann dort auch seine Hand hinein legen um etwas von der Güte und der Intelligenz des Präsidenten zu erhalten.



Khan Shatyr


Das Khan Shatyr ist Astana’s Shopping- und Entertainmentcenter. Viele, auch in Europa bekannte Geschäfte sind dort angesiedelt. Auch ein Thermalbad mit Sand von den Maledieven befindet sich im Khan Shatyr. Allerdings ist der Eintritt nur den wohlhabenden Kasachen möglich, da der Eintritt mit 40€/Tag für die meisten Menschen nicht finanzierbar ist. Im Verglich: Der Durchschnittliche Bürger verdient in den ländlichen Teilen Kasachstans knapp 50€/Monat während man in Astana leicht das 10-fache verdienen kann. Außerdem gibt es im Khan Shatyr auch eine „Achterbahn“ mit der man im obersten Stockwerk seine Runden drehen kann, sowie einen „Freefall-Tower“ bei dem man bis zur Decke des Zeltes hochfahren kann und danach, wie es der Name schon verrät, „im freien Fall“ nach unten fällt.



"Achterbahn"

"Freefall-Tower"



Jetzt möchte ich euch weitere Sehenswürdigkeiten vorstellen bzw. ich möchte die Fotos für sich selbst sprechen lassen. Ich denke ihr könnt euch dann selbst einen viel besseren Eindruck verschaffen und sollte es irgendwelche Fragen geben, dann schreibt sie doch einfach in die Kommentare oder schickt mir eine E-Mail! J












Ich hoffe euch haben die Eindrücke dieser doch so faszinierenden Stadt gefallen und ich denke die beiden Tage in Astana und die Fotos bilden einen schönen Abschluss einer doch sehr anstrengenden aber interessanten Reise. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, nach langem wieder einmal gutes Essen zu bekommen und auch dies möchte ich euch mit 2 abschließenden Fotos nicht vorenthalten. Ich werde den Blog jetzt ein wenig umfunktionieren, bzw. zu dem machen wofür er eigentlich gedacht war. Seid gespannt und bis bald!

Glück Auf!




Mai 19, 2016

T+16 Astana, Kasachstan

Wieder alles anders!


Statt heute bin ich jetzt doch schon gestern nach Astana gereist, und statt Samstag fliege ich am Freitag nach Hause. Deshalb war gestern doch ein recht stressiger Tag. Der Wecker klingelte um 05:00 Uhr morgens und abfahrt war dann um 06:00 Uhr. An diese Reisen von Terekty nach Astana werde ich mich wohl nie gewöhnen. Ich frag mich wirklich wie man auf solchen Straßen nur dauerhaft fahren kann, bzw. wie oft dort Unfälle passieren. Die Autos wirklich für mich nicht so als hätte sie ein TÜV einmal geprüft bzw. sind sie so alt wie die Autos die bei uns schon lange als Oldtimer zählen. Außerdem haben die Kasachen einen ziemlich rasanten Fahrstil! Nichts desto trotz bin ich nach dieser ewig andauernden fahrt, gegen 14:00 Uhr im Hotel angekommen und mich spontan dazu entschlossen, gleich noch in die Stadt zu gehen. Auf Google Maps nachgeschaut wie man am besten in die Innenstadt kommen kann und danach wollte ich los. 5,3km wären es bis zur Stadtmitte gewesen, also kann man dort zu Fuß hingehen dachte ich mir. Das habe ich dann auch getan, nur leider habe ich mich furchtbar verlaufen und das nicht nur beim hingehen sondern auch beim Zurück gehen. 28km bin ich an diesem Tag insgesamt gegangen, mit Schuhen, die absolut nicht für so lange Märsche ausgelegt sind. Als ich um 20:30 Uhr endlich wieder im Hotel war konnte ich mein Glück kaum fassen. Meine Füße waren bzw. sind übersät mit Blasen und mein linkes Bein ist angeschwollen.  Es war ein Horror. Jetzt frägt sich der Ein oder Andere vermutlich, wieso ich denn niemanden nach dem Weg gefragt habe? Gut, dass ist leicht erklärt- ich bin ein Mann und Männer fragen nicht nach dem Weg. Natürlich hätte es auch die Möglichkeit eines Taxis gegeben, aber da war weit und breit keines. Ich weiß natürlich, dass ich an meiner Lage selbst schuld bin und vielleicht werde ich mich das nächste Mal zumindest um einen Stadtplan bemühen, aber trotzdem war es ein super „Spaziergang“! Fotos habe ich natürlich auch etliche gemacht, die ich euch nicht vorenthalten will, die Poste ich aber erst im nächsten Post, da ich mich jetzt mit einem Kollegen treffen muss. Bis dahin wünsch ich euch wie immer nur das Beste,



Glück Auf!

Mai 17, 2016

T+15 Terekty, Kasachstan

Umbruch.


So schnell kann es gehen liebe Leserinnen und Leser. Eigentlich war mein Aufenthalt in Kasachstan bis zum 23.05. geplant, da es aber zu einem schwerwiegendem Problem in der Firma gekommen ist, wurde das Commissioning an dem ich Teilnahm kurzerhand abgebrochen. Die Reparaturarbeiten an den beiden kaputten Maschinen werden die nächsten 2 bis 3 Monate in Anspruch nehmen. Das heißt für mich, dass es im August zu einem weiteren Kasachstan-Aufenthalt kommen wird. Dort werde ich dann aber auf jeden Fall besser vorbereitet herkommen und werde ganz sicher einen Koffer voll Essen mit mir mitschleppen!  Ich werde dennoch nur 2 Tage früher nach Hause kommen als geplant, sprich statt Montag, werde ich am Samstag in Graz landen. Am Donnerstag werde ich von Terekty, Richtung Astana abreisen und noch einen freien Freitag dort verbringen ehe mein Flug dann am Samstag um 04:45 am Morgen nach Frankfurt am Main abheben wird, solange es zu keinen weiteren Streiks wie beim Hinflug kommen wird.  Ich bin jetzt seit knapp 3 Wochen in Terekty und freue mich unendlich auf gutes Essen, ausschlafen und Freizeit in der ich auch wirklich etwas erleben kann. Das Sightseeing in Astana wird, insofern das Wetter mitspielt eine tolle Erfahrung, da ich schon viel über Astana gelesen habe und auch bei der Ankunft ein paar Eindrücke sammeln konnte. Das Wetter sieht laut Wetter.com mit 23°C und Sonnenschein auch super aus, also steht einem tollen Tag in Astana nichts im Wege. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.


Liebe Grüße und Glück Auf!

Mai 15, 2016

T+14 Terekty, Kasachstan

 Rich Kidz und die Oberklasse!



Ok, der Titel mit den Rich Kids ist ein wenig übertrieben, aber wie bereits gestern erwähnt komme ich heute zum Zweiten Teil der Terekty Dorfbewohner, der Oberschicht welche sich durch die Minenarbeiter ausdrückt. Sie kommen zumeist aus Karaganda und hatten dort die Möglichkeit eine höhere Schule oder gar die Universität des Bergbaus zu besuchen. Deswegen wurden diese Menschen angeworben und gebeten nach Terekty zu ziehen. Im Gegenzug dafür wurden die ganzen Häuser, Wohnungen und die Kantine gebaut. Selbst eine Bar mit Billardtischen und einem Aquarium wurde gebaut und vor ca. einer Woche eröffnet. Der ganze Komplex wird streng von bewaffneten Sicherheitsbediensteten überwacht. Bäume wurden gepflanzt (in diesem Teil Kasachstans wachsen für gewöhnlich aufgrund der harten Winter und der heißen Sommer kaum Bäume) und Parks angelegt. Aber wie schon gestern gesagt, macht euch doch am besten selbst ein Bild davon! 


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Glück Auf!

Mai 14, 2016

T+13 Terekty, Kasachstan

Ghetto, Slums, Armut.



Hallo Leute, wie schon gestern kurz angesprochen würde ich heute einfach gerne ein paar Eindrücke von Terekty vermitteln und ich habe mir überlegt das auf zwei Tage aufzuteilen. Heute möchte ich mit dem „normalen“ Terekty beginnen. Also mit den Häusern und der Umgebung dieser Bewohner. Man wird nicht schwer erkennen können wie dreckig hier alles ist. Bis auf eine kurze Straße gibt es auch keinen Asphalt oder Straßenbeleuchtungen. Es wirkt als würden die Menschen gleich wie die Tiere im Dreck leben aber mit Kühen und anderen Tieren lebt man hier generell im Einklang. Auch die Straßen werden sich von Mensch, Tier und Autos gleichermaßen geteilt. Wenn jetzt also eine Kuh mitten auf der Straße steht, dann muss nun einmal gewartet werden und das ist keine Seltenheit. Ich möchte euch gar nicht lange auf die Folter spannen und lange herum schreiben, sondern gleich die Fotos posten. Ich denke auch das ich an dieser Stelle nicht mehr viel sagen muss und wünsche euch noch einen schönen Tag und bis morgen, wenn es dann um die gehobene Minenarbeiter-Klasse geht.


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Glück Auf!

Mai 13, 2016

T+12 Terekty, Kasachstan

Zweiklassengesellschaft!


Terekty, der Ort in dem ich nun schon seit fast 3 Wochen lebe und der geschätzt zwischen 300 und 400 Einwohner zählt, hat eine extrem deutliche Zweiklassegesellschaft. Zum einen gibt es die Farmer und Bauern im Dorf, die ich auf ungefähr die Hälfte der Gesamteinwohneranzahl schätzen würde und zum anderen die Arbeiter der Mine, in der auch ich arbeite, welche die andere Hälfte bilden. Jedoch haben die Arbeiter nicht schon immer hier gelebt, sondern sind erst mit Baubeginn der Mine nach Terekty gezogen. Die Meisten davon, wie z.B. auch Malika, bekannt aus den vorherigen Posts, kommen aus Karaganda. Doch für die Arbeiter der Mine mussten gewisse Anforderungen erfüllt werden. Niemand zieht freiwillig aus der 4. größten Stadt Kasachstans in ein, damals noch 150 Seelen Dörflein wie Terekty. Das bedeutet, dass alle Arbeiter der Mine schon einmal ein viel höheres Einkommen haben als die Ortsansässigen Menschen, welches wiederum auch erklärt wieso Malika und weitere Arbeiter Smartphones etc. besitzen.  Um den Reiz nach Terekty zu kommen zu erhöhen, wurden für die Arbeiter extra Häuser bzw. eine ganze Wohnanlage gebaut, in der unter Anderem auch die Mehrzweckhalle inklusive der Kantine ihren Platz findet. Die Straße dorthin ist asphaltiert, es gibt eine Straßenbeleuchtung und die gesamte Anlage wird rund um die Uhr durch eine eigene Security bewacht. Es wirkt also so, als hätten die Arbeiter der Mine, die eigentlichen Anwohner aus ihrem eigenen Dorf vertrieben obwohl diese noch da sind. Man lebt nicht miteinander sondern voneinander abgeschottet. Es scheint als hätten die Arbeiter auch Angst, von den Bauern ausgeraubt zu werden, wozu würde man sonst eine eigene Security anstellen, die obendrein noch bis auf die Zehennägel bewaffnet ist. Man hat für die Kinder der Arbeiter Spielplätze in der Wohnanlage gebaut, organisiert Veranstaltungen, baute eine Karaoke Bar (welche allerdings noch nicht in Betrieb ist), ein Aquarium, ein Pool, eine Turnhalle und eine Kantine, nur für die Arbeiter und deren Familien. Ich bezweifle stark, dass die eigentlichen Einwohner Zugang zu all diesem Luxus haben. Gott sei Dankt gibt es noch keinen eigenen Shop für die Arbeiter, so können die Einheimischen in ihren kleinen Geschäften noch ein wenig Profit herausschlagen. Um ehrlich zu sein ist es ziemlich hässlich so ein System jeden Tag vor der Türe zu haben. Es ist gleich wie in allen Bergbaudörfern – in kurzer Zeit wird alles für die Arbeiter und deren Familien gebaut und spätestens wenn eine Krise kommt, oder die Mine schließt weil z.B. das abzubauende Material nicht mehr ertragreich genug ist, ziehen die Menschen wieder weg und es entsteht eine neue ,hässliche, verfallene Geisterstadt. Morgen werde ich dann eine kleine Fotostrecke posten, damit ihr euch selbst einen besseren Eindruck von der Situation verschaffen könnt. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag,


Glück Auf!

Mai 12, 2016

T+11 Terekty, Kasachstan

Die Rettung?


Liebe Leute, das Blatt hat sich gewendet! Ok, es hat sich nicht gewendet, das Leben ist nur ein bisschen einfacher geworden. Die Shops in Terekty haben endlich eine neue Lieferung Fertignudeln erhalten! Was das ganze so besonders mach? Es gibt sonst nicht sonderlich viel Essbares zu kaufen und schon gar kein Fleisch. Man weiß leider auch nicht wie die meisten Lebensmittel hier hergestellt werden und woher sie kommen da zum Beispiel die tiefgefrorene Wurst nicht in einer Verpackung isst sondern einfach nur so dort liegt. Dass man mit dem Essen aufpassen muss woher es kommt und wie es zubereitet wird ist denke ich schon aus den vorherigen Posts hervor gegangen. Von verstrahlten Lebensmitteln über unhygienische Zubereitungsmethoden ist hier alles möglich. Deswegen hat sich das ganze Camp riesig über Fertignudeln gefreut! Ich versichere euch, dass die nächsten Posts wieder ein höheres Niveau haben werden, aber heute möchte ich euch einfach kurz und prägnant meine Lieblingsnudeln und wie sie zubereitet werden zeigen – viel Spaß!

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So sieht die Packung also aus – ich habe keine Ahnung was drauf steht, aber ich weiß was drinnen ist! Zumindest kann ich es erahnen. Diese Packung kostet 180 Tenge, welches einem Wert von 48cent entspricht.

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In der Packung inkludiert sind: Nudeln, Gemüse mit kleinen Rinderbällchen (zumindest vermute ich, dass es sich bei den kleinen braunen Bällchen um Rind handelt da es immerhin eine Rindersuppe sein soll), eine Chili-Gewürzmischung und eine kleine Gabel.
Man mixt dann einfach alles zusammen und gießt kochendes Wasser darüber..

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… und nach ca. 10 Minuten ist der Energielieferant fertig, der im Vergleich zu dem anderen Essen welches ich hier so esse, immerhin Gewürze beinhaltet!

Ich hoffe mein Koch-Tutorial hat euch gefallen, auch wenn es wirklich nichts aufregendes ist. Man muss denke ich wirklich hier sein und das Alles erleben um da wirklich mitfühlen zu können wie verdammt hart es hier ist. Morgen werde ich über die 2 Klassen Gesellschaft von Terekty berichten, welcher für diesen kleinen Ort wirklich immens ist! Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Tag und wenn ihr wollt bis bald!

Glück Auf!

Mai 11, 2016

T+10 Terekty, Kasachstan


The Private Issue!



Home Sweet Home! – oder besser gesagt: Herzlich Willkommen im Container 3b. Wie schon heute Vormittag angekündigt möchte ich diesen Blogpost meinem Container und dem Camp widmen in dem ich aller Voraussicht nach noch 2 Wochen lang wohnen und Leben darf. Zu Beginn war es ein Schock, als ich den Container zum ersten Mal sah und auch heute bin ich immer noch nicht hellauf begeistert wenn es darum geht in einem Container leben zu müssen, aber ich habe mich damit abgefunden, denn immerhin ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass in den nächsten Tagen, in meiner Nähe, noch eine bessere Unterkunft entstehen wird. Insgesamt Leben in unserem Base Camp Terekty 26 Mitarbeiter diverser Firmen und jeder hat seine eigene Containerhälfte. Ausgestattet ist diese mit Tisch, Schrank, Stuhl, Minibar, Waschbecken und Dusche zwar relativ spärlich, aber im Großen und Ganzen hat man alles was man zum Leben benötig und das sogar noch komprimiert auf eine Größe von ca. 15m². Platz für viele Aktivitäten bleibt da nicht, aber nach den langen Arbeitstagen ist man im Grunde sowieso froh genug endlich sein Bett aufsuchen zu dürfen. Ich habe ein paar Fotos gemacht, so könnt ihr euch am besten einfach selbst ein Bild davon machen, wie ich hier Lebe.


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Base Camp -Den Container auf der rechten Seite an dem das Licht brennt, darf ich zur Hälfte mein Eigen nennen.


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Und so sieht meine Hälfte im Inneren aus. Hinter mir befindet sich die Dusche und vor mir die Eingangstüre. Wie findet ihr es? Sieht doch ganz Häuslich aus oder? Einrichtungstechnisch würde ich dem Produzenten zwar noch den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag geben und auch den „Innenarchitekten“ würde ich gerne einmal zum Gespräch bitten, aber für ein Monat ist es doch ganz ok. Und wenn ich den Container mit anderen Häusern in diesem Ort vergleichen muss, so bin ich doch froh, dass ich wenigstens sauberes, nicht verstrahltes, warmes Wasser, ein warmes Bett und ein dichtes Dach besitze.

Liebe Leserinnen & Leser, liebe Blogger – ich wünsche euch noch einen schönen Abend und freue mich schon das nächste Mal von euch zu hören!



Glück Auf!



PS: Ich habe gesehen, dass die Videos die ich auf Blogger im letzten Post hochgeladen habe, eine extrem schlechte Qualität haben, deswegen werde ich am Ende meiner Reise noch ein paar Zusammenschnitte auf YouTube hochladen und hier einbetten.